Marsa Alam, Ägypten

Umweltschutz ist etwas, worüber wir uns heutzutage viele Gedanken machen sollten, um die Beeinträchtigung auf die Welt und ihre darauf lebenden Individuen zu minimieren, damit sie für künftige Generationen erhalten bleiben.

Das Rote Meer ist ein sehr reichhaltiges Korallenmeer. Es beheimatet über 200 nachgewiesenen Arten von Steinkorallen, über 1200 Arten von Fischen, 10% davon sind endemisch auf das Rote Meer, und natürlich viele Meeressäuger. Dies ist einer der Hauptgründe, warum so viele Menschen das Rote Meer besuchen und seine erstaunliche Schönheit bewundern.

Das Rote Meer ist besonders interessant, da die hier vorzufindenden Korallen vielfältig und winterhart sind, sie halten einem Temperaturunterschied von etwa 10 °C (20 °C – 30 °C) im Laufe des Jahres stand.

Um unsere Auswirkungen auf die Umwelt zu minimieren, können wir einige einfache Regeln zur Aufrechterhaltung des gesunden Riff-Systems während unseres Besuchs befolgen:

  • „Machen Sie nur nur Fotos, hinterlassen Sie nur Luftblasen!“ Taucher und Schnorchler sollten es vermeiden, Korallen zu berühren oder sich mit den Füßen auf diese zu stellen. Auch das Sammeln von Korallen und Muscheln als Andenken ist zu unterlassen. Korallen sind lebende Organismen aus winzigen Polypen, die während ihres Lebens Kalzium ansammeln, welches das harte Korallenskelett bildet. Die lebenden Polypen geben der Koralle ihre Farbe. Durch das Berühren von Korallen werden Bakterien an sie weitergeben, die wiederum die Polypen töten können, so sterben die Korallen. Falls Sie Teile der empfindlichen Korallenstruktur abbrechen, können diese je nach Art durchschnittlich nur zwischen 0,5 bis 5 cm pro Jahr nachwachsen.Viele Korallen enthalten Giftstoffe, die zu einer schmerzhaften Wunde oder Hautausschlag führen können, wenn man sie berührt. Um die Versuchung die Korallen zu berühren zu minimieren, hat die ägyptische Regierung das Tragen von Tauchhandschuhen untersagt.
  • Unterlassen Sie bitte das Füttern von Fischen, da es ein Ungleichgewicht in der Nahrungskette verursachen kann. In einigen Fällen kann es durch eine falsche Verkettung zwischen Taucher / Schnorchler / Boote und Lebensmitteln zu Unfällen führen. Das Essen, das wir geben, entspricht nicht der natürlichen Nahrung der Tiere und kann deren Gesundheit schädigen. Boote sollten nur die vorgefertigten Ankerleinen nutzen, damit durch das Auswerfen von einem Anker keine Korallen zerstört werden. Im Roten Meer gibt es an fast allen Tauchplätzen feste Leinen, diese werden von der HEPCA (Hurghada Environmental Protection Agency) und anderen Verbänden verwaltet und ggf. erneuert.
  • Werfen Sie keine Abfälle ins Meer, denn es ist keine Entsorgungsanlage! Nehmen Sie Ihren Müll bitte mit und entsorgen Sie ihn dort, wo es dafür vorgesehen ist.
  • Wenn Sie Müll im Wasser sehen, sammeln sie ihn sofern möglich ein. Ein Großteil der Abfälle, die wir produzieren, endet leider im Meer. Viele Dinge werden mit Nahrung verwechselt und werden von Tieren gefressen oder Tiere verfangen sich darin und verenden schließlich. Beim Müll einsammeln sollten Sie überprüfen, ob er nicht bereits mit Korallen verwachsen ist oder irgendetwas in ihm lebt – dann kann es besser sein, ihn zurück zu lassen.

 

Aktuelle Projekte:

Das ganze Jahr über organisiert TGI regelmäßig Clean up Tage, zusätzlich zu dem weltweiten Umwelttag und dem internationalen Beach Clean up Tag. Ständig überwachen wir unsere Tauchplätze und sammeln, falls nötig, Müll. Herzlich sind unsere Gäste an der Beteiligung an unseren Clean up Tagen eingeladen. Die PADI Project AWARE Foundation bietet viele interessante Informationen und sammelt Daten über den gesammelten Müll; lesen Sie mehr auf: www.projectaware.org

turtlewatchEin neues und interessantes Projekt von HEPCA sammelt Daten zu den Schildkröten im Roten Meer. Bei unseren regelmäßigen Ausfahrten notieren wir Daten über die Sichtung von Schildkröten. Wichtig sind dabei der Ort und die Zeit, die Art der Schildkröte und ihre Größe, ihre Aktivität (z. B. Fressen, Schwimmen, Paarung) und wenn möglich noch ein Foto. Am Ende jedes Monats schicken wir unsere Daten an die HEPCA. Diese erstellen eine Datenbank für das Rote Meer. Mehr Informationen über die Teilnahme erhalten Sie bei unseren Tauchbasen in El Gouna und Marsa Alam. Sollten Sie sich mit einem Foto beteiligen wollen, können Sie dieses an uns weitergeben. Lesen Sie mehr über dieses Projekt unter: http://www.hepca.com/conservation/projects/turtlewatch

Seit Anfang 2012 nehmen wir am bleachwatch Projekt von HEPCA teil. Korallen „bleichen“, wenn große Temperaturschwankungen auftreten oder wenn sie anderen Belastungen, wie Umweltverschmutzung, ausgesetzt sind. In einigen Fällen erholen sie sich, in anderen kann es sich zu einem Massenproblem entwickeln, bei dem große Bereiche eines Riffs befallen werden. Die Korallen im Roten Meer sind in der Regel nicht so sehr betroffen, wie in anderen Teilen der Welt, da sie während des Jahres größeren natürlichen Temperaturschwankungen ausgesetzt sind und mit diesen umgehen können. Das Ziel dieses bleachwatch Projekts ist es, Korallen laufend zu überwachen und dadurch erste Anzeichen der Bleiche frühzeitig zu erkennen, die Gründe hierfür festzustellen und wenn möglich zu beseitigen (z.B. Korallenbleiche aufgrund eines bestimmten Schadstoffes). Mehr Informationen unter: http://www.hepca.com/conservation/projects/bleachwatch-egypt

Die Dornenkrone ist ein großer Seestern, welcher Korallen frisst. Ein gesundes Maß an Population im Roten Meer ist natürlicher Teil des Ökosystems und gesund für das Riff, aber aus unbekannten Gründen gibt es manchmal Ausbrüche dieser Tiere. In großer Zahl können sie ganze Riffe verwüsten und es kahl fressen. Wenn festgestellt wird, dass an einem Tauchplatz die Dornenkronen überhand nehmen, melden wir die Daten an die HEPCA. Diese organisiert spezielle Einsammelaktionen, um das Riff zu entlasten. Hierzu sind die Teilnehmer mit Werkzeugen zum sicheren Entfernen der Dornenkronen ausgestattet ohne weiteren Schaden anzurichten.
Sollten Sie bei einem Tauchgang eine Dornenkrone sehen, sollten Sie nichts tun, da ihre Stacheln Gift enthalten, das freigesetzt wird, wenn man sie berührt. Bei dem Versuch sie zu töten, reicht es aus sie zu verletzen, dann setzt sich die Vermehrung durch Eierablage fort. Dies verschlimmert nur das Problem. Bei Interesse finden Sie mehr Informationen unter: http://www.hepca.com/conservation/projects/cot-outbreak

Wenn du mehr Informationen zu diesen Projekten haben oder dich beteiligen möchtest melde dich unter: info@tgidiving.com